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Saison 10/11

August 2011
Der erste Teil der Vorbereitung auf die Saison 2011/2012 ist bereits Geschichte. Letzte Woche stand ich zusammen mit meinen Teamkollegen von der Weltcupgruppe 1+3 in Zermatt wieder auf den Skis. Zuvor habe ich seit Anfangs Mai an den physischen Komponenten gearbeitet und geschliffen. Dazu war ich unter anderem in Magglingen, wo ich anlässlich eines WKs wiederum meine Diensttage absolvieren konnte. Insgesamt kann ich bis jetzt auf eine sehr gute Vorbereitung zurückblicken und bin dementsprechend zufrieden mit meiner konditionellen Form.
Nun steht die Reise nach Argentinien auf dem Programm. Ich freue mich auf meine erste Reise nach Südamerika und bin überzeugt, dass wir dort ein gutes Training absolvieren werden. Über meine Erlebnisse und Erfahrungen in der südlichen Hemisphäre werde ich auf meiner neuen 'Sportler-Seite' auf Facebook berichten: Ich hoffe das gefällt euch ;-)

April 2011
Saisonrückblick und -ausblick
Die Saison 2010/2011 ist Geschichte und ich versuche an dieser Stelle einen persönlichen Rückblick zu machen. Spontan fallen mir Wörter wie 'Übergangssaison', 'Steigerungslauf', aber auch 'schwierig' ein. Meine Knieverletzung im letzten März beeinflusste mich bis weit in die Saison hinein. Der Start mit dem Skitraining erfolgte für mich wie geplant erst im Oktober. Nach einer Phase mit Techniktraining auf den Gletschern fand in den Monaten November und Dezember eine langsame Rückkehr zu rennmässigen Läufen statt. Leider konnten wir in dieser Zeit nur auf weichen Neuschneepisten trainieren. Trotzdem fühlte ich mich Mitte Dezember bereit für erste Fis-Rennen im Riesenslalom und im Super-G. Dass die Europacup-Saison im Speedbereich dann erst im Januar startete kam mir sicherlich entgegen. Ursprünglich war ich mir sicher, dass ich in der Saison 10/11 auch wieder im Weltcup starten würde. Da der Zeitpunkt der Verletzung anders als bei meinen letzten Verletzungen war, konnte ich bezüglich der Entwicklung der Form auf keine Erfahrungen zurückgreifen. Während des Winters musste ich also meine Zielsetzungen anpassen, da ich für Einsätze auf den schwierigen Strecken im Weltcup noch nicht bereit gewesen wäre. Ich war also die ganze Saison im Europacup unterwegs. Leider fanden von sieben geplanten Abfahrten nur vier statt und auch zwei Super-Gs mussten abgesagt werden. Zusätzlich waren einige dieser Rennen punkto Bedingungen ziemlich speziell: Wind, Neuschnee und zum Schluss noch sulzig. Insgesamt konnte ich mich während der Saison steigern und ich schaffte mit dem Podestplatz im Finale und guten Leistungen bei der Schweizermeisterschaft einen versöhnlichen Abschluss.
Ich bin wieder auf Augenhöhe mit meinen Teamkollegen und schaue dementsprechend positiv auf die Saison 11/12, welche für mich nächste Woche wieder beginnt. Ich bin weiterhin im B-Kader eingeteilt und trainiere wieder mit der Weltcupgruppe 3, zudem bleibe ich Mitglied des ‚Ochsner-Sport Racing-Teams‘ und werde auch in der nächsten Saison mit einem weiss-blau-roten Helm unterwegs sein. Auch beim Material bleibt alles wie bis anhin, ich freue mich speziell auf die Zusammenarbeit mit Salomon und meinem Service-Mann Franz Nadig. Das ganze Umfeld stimmt also und ich starte motiviert in das Sommertraining. Zuerst trainiere ich zwei Wochen zu Hause, bevor wir Mitte Mai in ein erstes Trainingscamp nach Mallorca fliegen.Als Einstimmung was mich in den nächsten zwei Monaten erwartet gibt es hier ein Video von meinem letzjährigen Sommertraining zu sehen: Video Magglingen 2010. Dieses wurde von Jan Seiler gefilmt und geschnitten als wir im letzten August und September in Magglingen trainierten. Danke Jan!Ich wünsche euch einen weiterhin angenehmen Frühling. Bis bald.

März 2011
Endspurt
Wie in den letzten News geschrieben, trat ich Mitte Februar zu einem ‚zweiten Saisonstart‘ mit einigen geplanten Europacup-Speed-Rennen an. Als erstes Stand der Trip nach Sochi an. Bei unserer Ankunft begann es so stark zu schneien, dass das ganze Programm durcheinander gewirbelt wurde und schliesslich der Super-G gestrichen werden musste, aber wenigstens konnte die Abfahrt durchgeführt werden. Leider wurde die Piste mir der Sonneneinstrahlung immer ein wenig langsamer, so dass ich mit meinem 12. Rang mit Startnummer 12 ganz zufrieden war. Es war interessant, das zukünftige Olympia-Gebiet zu inspizieren. Das ganze Tal ist noch eine grosse Baustelle und es wird bereits jetzt 24 Stunden am Stück gearbeitet. Das Skigebiet ist ganz neu und wurde erst in den letzten Jahren in den Wald gestampft. Speziell waren auch die Sicherheitsvorkehrungen, vor dem Einstieg in die Gondelbahn mussten wir jeweils durch eine Sicherheitsschleuse wie im Flughafen. Auf jedem Fall will ich in drei Jahren nochmal dort hin..
Die nächsten Rennen fanden im Sarntal im Südtirol statt. Wie so oft in den letzten Jahren spielte bei den Rennen dort der Wind eine Hauptrolle. Die beiden Abfahrtstrainings gingen bei guten Bedingungen über die Bühne. Die Abfahrt verkam aber zu einer Windlotterie, mit Böen und Wechseln von Rücken- zu Gegenwind innerhalb von wenigen Minuten. Bei der Superkombiabfahrt war es dann besser, aber immer noch nicht wirklich regulär. Der Super-G war dann wiederum OK. Leider konnte ich in diesem Super-G und auch bei demjenigen auf dem Stoos keine wirklich guten Leistungen bringen. Ich habe nun auf Sella Nevea hin das Skimodell gewechselt und bin mit einem Ski mit einem engeren Radius gefahren. Die Pistenverhältnisse und Kurssetzungen bei Europacup- und Fis- Rennen sind nicht ganz mit denen im Weltcup zu vergleichen. Ich habe auch aufgrund mangelnder Zeit zum Testen einfach auf das Material vom letzten Jahr zurückgegriffen, welches im Weltcup gut funktionierte. In Sella Nevea konnte ich mit einem 11. Rang schon mal einen guten Schritt vorwärts machen.
Das Ziel für die letzten Rennen beim Europacup-Finale in Formigal, Spanien und bei den Schweizermeisterschaften in St.Moritz bleibt die Fis-Punkte zu verbessern und mir so im Hinblick auf die nächste Saison eine gute Ausgangslage zu verschaffen. Ich bin also im Endspurt der Saison…
In den letzen Wochen fand bekanntlich die Wahl zum Fernstudent des Jahres statt. Ich konnte diese Wahl tatsächlich gewinnen! An dieser Stelle bedanke ich mich bei allen welche für mich abgestimmt haben. Der Fanclub, der Jugendverein Visperterminen und viele andere haben mich dabei unterstützt. Vielen Dank! Anlässlich der Weiterbildungsmesse im Zürcher Hauptbahnhof am 25. März darf ich nun einen grossen Check abholen :-). (15.3.11)

Februar 2011
Saisonstart zum Zweiten
Der Kalender zeigt bereits Februar an und doch bin ich noch nicht richtig in die Saison gestartet. Da ich erst Anfangs Oktober mit dem Skitraining beginnen konnte, habe ich die Zielsetzungen und den Zeitpunkt eines Comebacks im Weltcup bewusst offen gelassen. Ein Weltcupstart im Januar wäre schön gewesen, passte aber leider nicht zu meiner Formkurve. Wie in den letzten News geschrieben fehlte dazu noch die Sicherheit. Nun ist die Weltcupsaison, ohne einen Start meinerseits, praktisch vorbei –trotzdem habe ich noch einige Ziele vor mir. Im Europacup geht es nächste Woche mit den Speed-Rennen in Sochi erst richtig los, denn bislang ist erst eine Abfahrt über die Bühne gegangen und es sind noch vier geplant. Auch im Super-G folgen noch zwei Drittel der Rennen, das heisst in den nächsten 5 Wochen geht es Schlag auf Schlag. Auch wenn es bisher ein bisschen harzig lief und ich in den letzen Wochen sogar noch durch Rückenschmerzen und eine starke Grippe beeinträchtigt wurde, bin ich zuversichtlich für die nächste Zeit. Bei den Fis-Rennen in Chamonix auf der Weltcup-Strecke konnte ich einiges an erwähntem Vertrauen und Sicherheit gewinnen. Zudem bin ich überzeugt, dass mich das geplante Programm mit einigen Rennen ‚am Stück‘ weiterbringt, indem ich wieder in einen Rennrhythmus komme. Ich freue mich nun auf den Trip nach Russland zu einer ersten Inspektion des zukünftigen Olympiahanges, mit einer Abfahrt und einem Super-G. Wir fliegen am Sonntag und am Donnerstag steht der erste Wettkampf auf dem Programm. Es wird also sicher etwas zu erzählen geben. Bis dann. (8.2.11)

Januar 2011
Erstes Abfahrtsrennen
Bei der Europacup-Abfahrt in Patscherkofel bin ich nun auch in der Abfahrt auf die Rennpiste zurückgekehrt. Mit meinem 11. Rang bin ich zufrieden, auch wenn ich längst noch nicht am Optimum meiner Möglichkeiten fahre. Der Trainingsrückstand mit erst zwei Tagen auf den Abfahrtsskis im Vorfeld der Reise nach Österreich lässt sich nicht gleich mal auf die Seite schieben. Vom Training zum Rennen konnte ich aber einen guten Schritt vorwärts machen und mich steigern. Leider gab es jeweils nur ein Training und ein Rennen. Die anderen Tage fielen dem warmen Wetter beziehungsweise dem Regen zum Opfer. Gerade in meiner Situation wären weitere Abfahrtsläufe wichtig gewesen. Es geht jedoch Schritt für Schritt vorwärts und das bleibt das Wichtigste.
Bezüglich der weiteren Planung haben wir bewusst die Rennen der letzten Woche abgewartet. Zusammen mit meinen Trainern habe ich nun entschieden, auf einen Start in Kitzbühel zu verzichten und das Comeback im Weltcup nicht gleich auf der schwierigsten Strecke zu geben. Ich bin natürlich nicht ganz glücklich über diese Situation, vor allem vor dem Hintergrund, dass mein Fanclub zahlreich nach Kitzbühel reisen wird. Ich spüre jedoch, dass ich noch nicht mit einer hundertprozentigen Sicherheit unterwegs bin. Es braucht aber das volle Vertrauen, um auf einer solchen Strecke bestehen zu können und das wäre im Moment ein zu grosser Schritt. Ich werde nächste Woche zwei Tage trainieren und in Veysonnaz einen Fis-Super-G und eine Superkombination bestreiten. Ich bleibe also am Ball und melde mich bald wieder.. (15.1.11)

Saison gestartet..
Mit dem neuen Jahr bin auch ich richtig in die Saison gestartet. Letzte Woche fuhr ich in Wengen die ersten Europacup-Speed-Rennen der Saison. Es wurden zwei Super-G's vom Abfahrtsstart bis zur Wasserstation ausgetragen. Am ersten Tag konnte ich im oberen Teil bis zum Hundschopf die gewünschte Linie ziemlich genau fahren und war somit gut unterwegs. Beim Brüggli-S verpasste ich aber die erste Kurve und musste danach voll hinein schneiden, dies ging leider nicht auf und ich testete die Matte bei der Ausfahrt aus der S-Kurve. Auch beim zweiten Rennen gelang mir keine fehlerfreie Fahrt und deshalb bin ich mit dem 25. Rang nicht unzufrieden. Da das Rennen schon um 11.00 Uhr gestartet wurde, war bei meiner Fahrt der grosse Teil der Strecke noch im Schatten. Genau solche beeinträchtigten Sichtverhältnisse bereiten mir im Moment noch ein wenig Mühe. Ich brauche also noch ein paar Tage und Fahrten unter Rennbedingungen damit ich, speziell im Super-G, wieder das volle Vertrauen habe.
Zuvor bin ich bereits einige Fis-Rennen gefahren. Mitte Dezember gab ich in Arosa mein Renncomeback. Das Ziel bei den Rennen in Arosa, Splügen und im Hoch-Ybrig war wieder das Rennfeeling zu spüren. Dabei durfte ich wieder mal feststellen, wie gross der Unterschied von Fis- zu Europacup- und speziell zu Weltcup-Rennen ist - topografisch und vor allem auch bei den Pistenverhältnissen. Weiche Pistenverhältnisse haben mich bereits seit Anfang November begleitet. Bis Weihnachten hat es in jeder Skistation an der ich trainierte oder Rennen fuhr mindestens ein Tag geschneit – Sulden, zwei Mal Davos, Veysonnaz, Reiteralm, Arosa und Splügen. Die Wetter- und Pistenverhältnisse stehen bekannterweise nicht in unserer Macht und müssen deshalb akzeptiert werden.
Diese Woche werde ich in Patscherkofel auf der Piste der Olympischen Spiele von Innsbruck auch in der Abfahrt wieder am Start stehen. Geplant sind zwei Trainingsfahrten und zwei Europacup-Abfahrten. Ich hoffe, dass das Wetter mitspielt und alles programmgemäss über die Bühne gehen kann.
An dieser Stelle wünsche ich allen Lesern ein erfolgreiches neues Jahr. Bis bald.. (12.1.11)

Oktober 2010
Back on the Snow
Sechs Monate nach meiner Verletzung durfte ich erstmals wieder Schneekontakt geniessen. Dies war vor rund einem Monat in Saas Fee, wo ich mit grosser Vorfreude die Skis anschnallen konnte. Nach den vielen Stunden Therapie und Training war dies ein wichtiger Schritt auf dem Weg zurück. Daneben bestand aber auch eine gewisse Unsicherheit und Fragen wie 'wie wird das Knie reagieren?' beschäftigten mich. Dieser erste Tag verlief jedoch positiv und seither absolvierte ich 12 Skitage. Nach einigen Tagen Angewöhnung, verbunden mit Techniktraining konnte ich mit Riesenslalomtraining beginnen. Die Rückkehr auf die Skis ist wie erwähnt ein Schritt, aber noch nicht das Ziel. Bis zum Wettkampfcomeback wartet noch viel Arbeit auf mich.
Im Moment muss ich mich aber aufgrund des Wetters noch ein wenig gedulden. Wegen der vielen Niederschläge in den letzten Tagen konnten wir letzte Woche und können wohl auch diese Woche nicht auf die Skis. Ich nutzte und nutze diese Zeit um nochmals konditionell einen Schritt vorwärts zu machen und mein Knie physiotherapeutisch behandeln zu lassen. Meinem Knie geht es soweit gut, ich kann voll belasten und es schwillt nicht an. Einzig die Quadrizeps-Sehne, aus welcher das Kreuzband-Transplantat herausgenommen wurde, beschäftigt mich immer wieder mal.
Wann ich das erste Rennen bestreiten werde ist noch offen, dies habe ich zusammen mit meinen Trainern bewusst so entschieden. Die Renneinsätze werden gemäss den Fortschritten und der Form flexibel ausgewählt. Meine beiden anderen Knieverletzungen passierten jeweils im Herbst, die Voraussetzungen waren also ganz anders als dieses mal. Die Nordamerika-Tournee mit den Rennen in Lake Louise und Beaver Creek kommt für mich noch zu früh und wir haben entschieden, dass ich besser hier in Europa zusammen mit dem Europacup-Team weitertrainiere, um mich in Rennform zu bringen.
Diesen Sommer habe in meinem Fernstudium die Abschlussarbeit geschrieben und mit dem Bachelor in Wirtschaftswissenschaften einen ersten universitären Abschluss geschafft. Dies gibt mir Sicherheit für die Zukunft nach der Skikarriere. Da das Fernstudium für mich eine gute Abwechslung zum Trainingsalltag darstellt, werde ich nach einer ‚Verschnaufpause‘ den Masterstudiengang in Angriff nehmen. Das Skifahren bleibt aber wie bisher meine erste Priorität.
Ich freue mich auf weitere Tage auf dem Schnee und wünsche euch allen einen schönen Herbst.

September 2010
Grüsse aus Magglingen
Seit letzter Woche absolviere ich in Magglingen einen WK. Militärdienst als Spitzensportler bedeutet für mich Training unter professionellen Bedingungen. Hier kann ich von der super Infrastruktur profitieren und zudem gibt dies eine Abwechslung in meinem Trainingsumfeld. Da meine Team-Kollegen jetzt auf dem Schnee in Südamerika (oder schon wieder zurück in der Schweiz) sind, fand ich mit Jan Seiler eine optimale Lösung. Er unterstützt mich hier als Coach, Trainingspartner, Motivator und noch vieles mehr.
Doch werfen wir noch einen Blick zurück auf die letzten Monate. Seit Ende April verbrachte ich viele Stunden in der Physiotherapie der Rennbahnklink in Muttenz. Verantwortlich für die Therapie und das Aufbautraining ist Felix Zimmermann. Er verordnete mir ein ziemlich happiges Programm. Als Spitzensportler muss man auch bei der Reha möglichst an die Grenze der Belastung, aber nicht darüber hinaus gehen. Diesbezüglich konnte und kann ich von der grossen Erfahrung von Felix in der Zusammenarbeit mit Sportlern profitieren. Darüber hinaus durfte ich ja auch schon am eigenen Leib erleben wie sich eine Kreuzband-Reha anfühlt. Der Übergang von Therapie zu Training ist fliessend und erfordert eine ganzheitliche Betreuung. Mir und meinem Knie geht es soweit sehr gut, ich konnte ohne grosse Zwischenfälle trainieren und meist gute Fortschritte verbuchen. Natürlich verlief nicht immer alles genau nach Plan und manchmal sieht man nur noch ein relativ kleines Problem, statt einer insgesamt guten Heilung. Doch bei allem Drang möglichst schnell vorwärts zu kommen, muss man die kleinen Schritte sehen und auch auskosten. Das erste Mal ohne Krücken laufen - Kniebeuge wieder mit einem ‚anständigen‘ Gewicht ausführen - das erste Mal joggen und später sprinten, sind alles Zwischenziele auf dem Weg. Hinzu kommen viele propriozeptive Gleichgewichts- und Koordinations-Übungen. In der Bildergalerie findet ihr einige Fotos von der Therapie. Ich liege also im Plan und werde in einigen Wochen wieder ersten Schneekontakt geniessen können. Zuerst stehen aber noch einige strenge Kondi-Einheiten auf dem Programm.
Ebenfalls in meiner Agenda steht am 11. September das Fanclub-Fest. Hoffentlich steht dies auch bei euch auf dem Programm. Der Vorstand lässt sich sicher wieder einiges einfallen damit dies ein gemütlichen Abend wird. Mehr Informationen gibt es unter der Rubrik Fanclub. Also bis dann... (2.9.2010)

Saison 09/10

Mai 2010
Knieverletzung zum Dritten
Es war der 19. März, Schweizermeisterschafts-Abfahrt auf dem Stoos, mit grossen Ambitionen ging ich an den Start. Ohne grosse Fehler kam ich durch den Parcours, bis zum Zielsprung, leider verdrehte es mich in der Luft, weil ich vor dem Sprung möglichst viel Richtung machen wollte um damit den kürzeren Weg zum Ziel zu fahren. Bei der Landung griff der rechte Ski sofort und ich stürzte…
Ich merkte direkt was geschehen war: Kreuzbandriss. Das war natürlich ein Schock, denn ich weiss leider zu gut was eine solche Verletzung bedeutet. Ist es Ironie des Schicksals, dass ich mit Zwischenbestzeit unterwegs war? Statt Schweizermeister im Spitalbett! Auch auf die Frage nach dem Warum gibt es keine Antwort. Wichtiger war die Frage nach dem wie weiter mit meiner Skikarriere. Ich wusste schnell, dass diese Verletzung wohl ein Rückschlag, aber kein Stopp ist. Die letzte Saison hat mir gezeigt, dass ich nahe an der Weltspitze bin. Ich habe nun die meisten Strecken des Weltcups kennengelernt und damit viel Erfahrung gesammelt. Ich greife also nochmals an, denn ich weiss, dass ich meine Leistungsgrenze noch nicht erreicht habe.
Am 23. März wurde ich von Dr. Stäubli operiert. Die letzten sechs Wochen drehten sich um Kniewinkel, Belastungskilogramm und Krückenlaufen. Soweit verläuft alles nach Plan, die grosse Arbeit steht jedoch noch vor mir. In den nächsten Monaten werde ich mit Felix Zimmermann in Muttenz für mein Comeback schuften. Ich hoffe im Herbst auf den Schnee zurückzukehren. Es bleibt aber abzuwarten, wie sich die Rehabilitationsphase entwickelt, um genauere Zielvorgaben zu geben. Ich berichte also an dieser Stelle in der nächsten Zeit über meine Fortschritte… (9.5.2010)

Februar 2010
Der olympische Februar
Die olympischen Spiele sind schon bald Geschichte und auch hier heisst es: nach dem Rennen ist vor dem Rennen. Ich freue mich natürlich, dass es bald wieder mit Weltcup-Rennen weitergeht. Nächstes Wochenende stehen eine Abfahrt und ein Super-G in Kvitfjell in Norwegen auf dem Programm. Die letzten Wochen seit Kitzbühel verbrachte ich natürlich nicht untätig zu Hause. Gleich nach dem Hahnenkamm-Spektakel bestritt ich Europacup-Rennen in Les Orres (FRA). Auch dort musste ich mich zu Beginn mit Startnummern über 30 begnügen, da ich bis dahin ja noch keine Europacup-Punkte gesammelt habe. Mit dem 6. Rang im ersten Rennen und dem Podestplatz bei der zweiten Abfahrt darf ich, auch aufgrund der ziemlich weichen Piste, zufrieden sein. Im Super-G resultierte ein achter Rang. Danach waren, abgesehen von einem Fis-Super-G, keine weiteren Speed-Rennen geplant und ich konnte mich auf den Riesenslalom konzentrieren. Neben einigen Trainingstagen bestritt ich ein Europacup und zwei Fis-Rennen. Auch wenn ich in diesen Rennen nicht gerade ein Exploit geliefert habe, bin ich mit meiner Form und dem Gefühl in dieser sogenannten Basis-Disziplin zufrieden. Es folgen also noch drei wichtige Wochen mit Kvitfjell, dem Finale und der Schweizermeisterschaft. Es gilt also nochmals Vollgas zu geben - an Motivation, nach Olympia vor dem Fernseher, sollte es nicht fehlen… (27.02.10)

Januar 2010
Klassiker-Wochen
Die letzte Woche in Wengen war ziemlich intensiv - physisch und psychisch. Ich fuhr zum ersten Mal auf dieser langen Strecke, die einem doch einiges abverlangt. Neben den üblichen Abfahrtstrainings und dem Rennen kam noch die Superkombination dazu. Und es ist ein Heimrennen, was die Situation speziell und für mich (noch) ungewohnt machte. So eine Woche gibt aber auch Motivation für die Zukunft. Es macht Spass vor so einer Zuschauerkulisse zu fahren und im Ziel lautstark empfangen zu werden. Der Fanclub hat wieder mal super Arbeit geleistet, danke schön!
Die Abfahrtstrainings verliefen ganz zufriedenstellend, ich bin praktisch in allen Abschnitten schnelle Zeiten gefahren. Da habe ich mir doch einiges ausgerechnet für die Rennen. Die Superkombinations-Abfahrt ist mir gut gelungen und mit dem 12. Platz bin ich zufrieden. Ich versuchte anschliessend einen soliden Slalom zu zeigen, doch mein ziemlich niedriger Trainingsaufwand in dieser Disziplin liess sich nicht verbergen. Die Abfahrt am Samstag war aber das grosse Ziel. Leider war an diesem Tag mit einer hohen Nummer nicht mehr viel zu holen. Am Start nimmt man natürlich auch wahr wie sich das Wetter entwickelt, doch der Fokus muss ganz auf der eigenen Fahrt und Leistung bleiben. Die Fahrt gelang mir nicht nach Wunsch, die Sicht war diffus und ich konnte die Schläge und Furchen nicht erkennen. Mit einem entsprechenden Gefühl war ich im Ziel ganz schön enttäuscht. Skifahren bleibt aber eine Outdoor-Sportart und solche Situationen kommen vor. Ich konzentriere mich also schon wieder voll auf das nächste Rennen – Kitzbühel. Das wird wieder eine spezielle Woche, auf welche ich mich freuen kann. In den Trainings versuche ich mich an die Strecke heranzutasten, und ab Freitag heisst es Gas geben.. (19.1.10)

Bormio
Was für eine Zieleinfahrt in Bormio - die Beine brennen, der Puls rast, doch man kann sich nur freuen bei einem so lauten Jubel der mitgereisten Tärbiner. Zuerst wusste ich gar nicht auf welchem Rang ich klassiert war, als ich dann hörte dass ich 19. (respektive 18. da Scheiber noch disqualifiziert wurde) war und ich damit meine bestes Weltcupergebnis realisierte, war ich voll zufrieden. Es fehlte gar nicht viel für die ersten 15. Mein Ziel für die nächsten Rennen bleibt, so viele Punkte wie möglich zu sammeln. Diese Woche stehen Riesenslalom und Super-G Trainings auf dem Programm, bevor es dann nächste Woche nach Wengen geht.
Ich möchte mich hier noch für die vielen Gratulationen nach diesem Rennen bedanken. (3.1.10)

Dezember 2009
Zwischenzeit

Der erste Monat der Wintersaison ist schon durch und vor den gemütlichen Tagen zu Weinachten will ich kurz zurück auf die ersten Rennen schauen. Es war ein bisschen wie Achterbahn fahren, ein Auf und Ab, neben guten Resultaten gab es auch Enttäuschungen. Die Abfahrt in Beaver Creek war sicher ein positiver Meilenstein in meiner Karriere, die ersten Weltcup-Punkte sind für jeden Rennfahrer ein wichtiger Schritt auf dem Weg nach ganz vorne. Zu den schönen Momenten zählt auch der Super-G in Gröden, wo ich bei meinem ersten Weltcupstart in dieser Disziplin mit der Startnummer 58 auf den 22. Rang fuhr. Leider lieferte ich auch weniger gute Leistungen ab. In Lake Louise konnte ich meine Erwartungen nicht erfüllen und bei der Abfahrt in Gröden wollte es auch nicht wie gewünscht klappen. Ich spüre aber, dass ich langsam aber sicher wieder in einen Rennrhythmus komme. Eine ganze Saison ohne Rennen lässt sich nicht ganz nur mittels guten Trainings kompensieren. Die Gewissheit, dass ich in beiden Speed-Disziplinen, auch auf für mich neuen Strecken, weit in die ersten Dreissig fahren kann, gibt mir Zuversicht und Motivation für den Rest der Saison. Ich bin bereit für den Januar mit dem Schweizer Klassiker in Wengen und der legendären Streif in Kitzbühel. Zunächst steht nächste Woche die schwierige Strecke in Bormio auf dem Programm. Ich freue mich auf diese Rennen und auch auf die Unterstützung des Fanclubs vor Ort.
Ich wünsche allen schöne Weihnachten! (21.12.09)
Erste Weltcuppunkte
Bei der Abfahrt auf der 'Birds of Prey' holte ich in meinem fünften Weltcup-Rennen erstmals Punkte. Mit der Startnummer 44 gelang mir eine gute Fahrt und ich landete auf dem 25. Rang. Ich bin natürlich sehr glücklich über diese Punkte und danke an dieser Stelle allen für die Gratulationen per SMS oder im Gästebuch. Ich glaube dies war ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung und die Saison ist damit voll lanciert. Als nächste Station steht Val d'Isère auf dem Programm. Am Freitag starte ich zur Superkombination, bei welcher der Super-G gleich als Qualifikation für den Super-G vom Samstag zählt. Ich gebe also weiterhin Vollgas! (08.12.09)

November 2009
Entäuschende erste Abfahrt
Bei der Abfahrt in Lake Louise an Samstag setzte es für mich eine herbe Entäuschung ab. Die Piste und das Wetter hätten eine Platzierung unter den ersten 30 locker zugelassen. Bis zur Hälfte des Rennens noch gut unterwegs, unterliefen mir zwei Fehler und schon war ich weit weg von meiner Zielsetzung. Da wir im Super-G einen Platz weniger haben und der Rest des Teams gute Leistungen zeigte, musste ich beim Super-G vom Sonntag zuschauen. Zu gerne hätte ich direkt am nächsten Tag gezeigt was ich kann. Nach dem ersten Ärger habe ich meine Fahrt analysiert und komme zum Schluss, dass es auch positiven Sachen gibt. Die Saison hat gerde erst angefangen und ich gewinne mit jeder Fahrt an Rennpraxis und lerne etwas dazu. Der Fokus ist bereits auf die 'Birds of Prey' in Beaver Creek gerichtet. Am Mittwoch steht dort das erste Abfahrtstraining auf dem Programm. Bis zum nächsten Mal..(29.11.09)
Ready to go for the first Downhill
Morgen starte ich zur ersten Weltcup-Abfahrt der Saison. Obwohl das Abschlusstraining heute alles andere als optimal verlief, bin ich zuversichtlich für das Rennen. Mir unterliefen einige Fehler und die Sicht war auch nicht optimal. Aber eine verpatzte Hauptprobe liefert ja eine gelungene Vorstellung. Mein Ziel bleibt es mit Weltcuppunkten nach Beaver Creek zu reisen. Also let's go! (27.11.09)
Grüsse aus Nakiska
Seit bald einer Woche trainiere ich im kanadischen Nakiska in der Nähe von Calgary. Das Schweizer Team bereitet sich schon seit einigen Jahren in diesem für die olympischen Winterspiele erbauten Skigebiet auf die Speed-Rennen in Lake Louise und Beaver Creek vor. Mittlerweile nutzen fast alle Nationen die Trainingsmöglichkeiten hier in den Rocky Mountains. Die gut beschneibaren Kunstschneepisten und die relative Nähe zu Lake Louise machen diese Station so interessant. Es herrscht also ein grosser Andrang auf die Pisten und es muss in 'Schichten' gefahren werden. Die Trainingseinheiten waren meistens sehr gut, der Chinook bringt allerdings immer wieder warme Temperaturen. Da ich nun das zweite mal hier bin, fiel die Umstellung und Anpassung sicher leichter und auch die allgegenwärtigen Viren, wenn nicht bei Teamkollegen dann in den Medien, haben mich nicht beeinträchtigt. Trotz dem missglückten Start, bei den Europacup-Rennen auf der Reiteralm, blicke ich zuversichtlich auf die kommende Saison und freue mich auf die Rennen in Lake Louise und Beaver Creek. Wir bleiben noch bis Montag in Nakiska und reisen dann nach Lake Louise, wo am Mittwoch das erste von drei Abfahrtstrainings stattfindet. Am nächsten Wochenende geht's dann richtig los... (20.11.09)
Die Wintersaison steht vor der Tür!
Der November ist angebrochen und die Wetterprognosen melden Schneefall. Untrügliche Zeichen dass es bald mit der Wintersaison losgeht. Das gefällt meinem Skifahrerherzen und ich freue mich auf die ersten Rennen in einer Woche auf der Reiteralm (siehe Rennplan). Ich werde dort mein Comeback bei zwei Europacup-Super-G’s geben. Es ist ideal, dass ich vor dem Weltcup-Start in den Speed-Disziplinen in Kanada schon mal zwei Rennen fahren kann. Neben dem Schnuppern der Rennluft, ist das Ziel meine Fis-Punkte und damit meinen Startplatz für die folgenden Rennen im Super-G zu verbessern. In dieser Disziplin leide ich noch unter der untauglichen Fis-Regelung zum Verletztenstatus, welche mich in der Saison 07/08 auf der Weltrangliste zurückgeworfen hat. Auf diesen Winter hin wurde das Reglement sehr zu Gunsten der Athleten geändert. Gesundheitlich und konditionell fühle ich mich fit und auch das Material ist schnell. Letzte Woche in Sölden konnten Patrick Küng und ich zusammen mit Franz Nadig, unserem Servicemann, bei Gleitkurven und Gleittests nochmals einige Erkenntnisse zu unseren Skis gewinnen. Der Materialsektor bleibt eine nicht zu unterschätzende Rolle und ich bin froh, dass uns in dieser Beziehung mit Franz ein erfahrener Fuchs zur Seite steht. Der Winter kann also kommen...

Oktober 2009
Der Herbst ist im Anflug und in den nächsten Zeilen berichte ich über mein Training in den vergangenen zwei Monaten. Wie in den letzten News erzählt, reisten wir im August aufgrund schlechter Schneeverhältnisse nicht nach Argentinien. Dies auch, weil die Alternative mit dem Training in Zermatt absolut keine Notlösung war. Der Gletscher präsentierte sich mit super Verhältnissen von seiner besten Seite. Wir nutzten dies sowohl zum Riesenslalom- als auch zu einigen Tagen Speed-Training. Obwohl ich seit dem November vergangenen Jahres nicht mehr auf den langen Skis stand, konnte ich mich schnell mit den weiter gezogenen Kurven und der Geschwindigkeit anfreunden. Das Training verlief also soweit reibungslos, nur eine Grippe hat mich anfangs September fast eine Woche ins Bett gehauen. Ich liess mir jedoch Zeit für die Erholung und konnte mit gezieltem Konditionstraining den Substanzverlust relativ schnell wieder ausgleichen. Die letzten zwei Wochen verbrachte ich wiederum in einem der beiden Täler südlich von Visp. Es herrschte wie zuvor eitel Sonnenschein und Büxi (Marco Büchel) scherzte schon, er könne bei bewölktem Himmel wohl gar nicht mehr fahren. Mit meinen Trainingsleistungen bin ich soweit sehr zufrieden und freue mich jetzt schon auf die ersten Rennen. Bis dahin gilt es noch den vom Wetter abhängigen Oktober zu nutzen. Sobald die Temperaturen sinken und es schneit oder Schnee produziert werden kann, verschieben wir unser Training auf andere Pisten. Geplant sind Camps auf österreichischen Gletschern im Pitztal und in Sölden.
Am zweiten Wochenende im September fand das alljährliche Fanclubfest statt. Die Stimmung war wiederum fantastisch und alle genossen diesen Nachmittag und Abend. Neben der berüchtigten Bowle wurde mit Nachos ein kulinarisches Highlight geboten. Sportlich Höchstleistungen konnte man beim 'Bank- und Tischumklettern' sehen. Es gibt einge Eindrücke unter Bilder anzusehen. Ich freue mich schon auf das nächste Fest, doch zuvor will ich einige Highlights auf der Piste zeigen. (7.10.09)

August 2009
Hallo liebe Skisportfreunde
Nach einer funkstillen Zeit auf ralfkreuzer.ch berichte ich wieder mal über meinen Stand bei der Vorbereitung zur Saison 09/10. Eigentlich wollte ich mit dem Trip nach Südamerika die News aktuell halten und euch von meinen Erlebnissen in Argentinien erzählen. Leider hat uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht - in Las Lenas, wo die Speed-Trainings geplant gewesen wären, hat es vier Tage geregnet und es ist nicht mehr an Skifahren zu denken. Die Verhältnisse dort entsprechen also nicht unseren Anforderungen, damit sich der grosse Aufwand für ein Überseetraining, mit der langen Reise und der Zeitumstellung, lohnt. Schade, denn ich hätte die Abwechslung zu den Schweizer Gletschern sicher ausgenutzt und auch genossen.
Der bisherige Teil der Vorbereitung ist optimal verlaufen. Die Selektion für die Weltcup-Trainingsgruppe im Frühling zeigte mir, dass die guten Leistungen im letzten Herbst bei den Verantwortlichen nicht unbemerkt geblieben sind. Von der Zusammenarbeit mit den Cracks in unserem Team kann ich natürlich nur profitieren, denn diese sind schliesslich absolute Weltspitze. Nachdem ich im April alleine ein paar Tage bei super Verhältnissen in Veysonnaz an meiner Technik im Riesenslalom feilte, verbrachte ich im Mai viele Stunden auf dem Velosattel. Dieser Block mit dem Fokus auf die Grundlagenausdauer wurde mit einem einwöchigen Trainingscamp auf Mallorca abgeschlossen. Dies war eine schöne Abwechslung zu den Trainings entlang der Rhone. Bis Mitte Juli war ich dann oft in Magglingen anzutreffen. Ich absolvierte dort, wie in den letzten Jahren, einen WK. Konditionell fühle ich mich soweit top fit und die Verletzung ist voll auskuriert. Auch der Start auf den Skis in Saas Fee und Zermatt verlief zufriedenstellend. Wie erwähnt fällt das Training im Winter der Südhalbkugel ins Wasser, doch es gilt auch hier das Optimum aus der aktuellen Situation herauszuholen. Bis zum nächsten Mal. (7.8.09)

Saison 08/09

März 2008
Mehr als drei Monate sind es her, seit ich kurz nach der Operation die letzten News schrieb. Inzwischen stehe ich wieder auf den Skis und darf beim freien Fahren den Schnee geniessen.
Bis es aber soweit war standen einige harte Stunden auf dem Programm. Ich stürzte mich gleich nach der Entlassung aus dem Spital in die Reha, um möglichst schnell wieder auf den Schnee zu kommen. Trotz meinem Sturz nahm ich viel Motivation aus Kanada mit. Ich verbrachte bis Weihnachten zweieinhalb Wochen in Leukerbad. Mit Wassertherapie, Aquajogging, Elektrostimulation, Spirotiger und natürlich Physiotherapie versuchte ich mich in Form zu halten und der Muskelatrophie entgegenzuwirken. Dies gelang mir ganz gut, denn ich konnte meine Erfahrungen von der früheren Verletzung nutzen. Die Zeit um Weihnachten und Neujahr kam mir dann ganz gelegen, denn sie verkürzte mir die Zeit und ich konnte ein paar schöne Stunden mit Familie und Freunden verbringen. Bis Ende Januar blieb ich in Leukerbad in der Therapie, es ging weiterhin gut vorwärts, doch es schlichen sich auch ein paar harte Tage ein. Wenn draussen nach dem grossen Schneefall die Sonne über die Bergspitze blinzelt, ist es nicht ganz einfach sich im Kraftraum zu motivieren. Eine willkommene Abwechslung war der Ausflug mit dem Skiclub nach Adelboden zum Weltcup-Riesenslalom und die Einladung von Ochsner-Sport zum Klassiker nach Wengen. Ich genoss die super Atmosphäre an beiden Veranstaltungen und fieberte für einmal als Zuschauer mit den Schweizer Athleten mit. Doch es blieb, vor allem in Wengen, auch ein spezielles Gefühl. Im Ziel zu stehen, aber nicht fahren zu können - mit den Fahrern zu schwatzen, aber nicht richtig dazu zu gehören. Insgesamt stärkten mich diese Tage in meiner Motivation und Überzeugung - nächstes Jahr will ich dort am Start stehen.
Ende Januar musste ich den Sturz meines guten Skikollegen Daniel Albrecht mit ansehen. Dies ging mir doch sehr nahe, vielleicht gerade weil ich in diesem Moment nicht im Renngeschehen involviert war und ich das ganze an mich heran lassen konnte. Ich machte mir einige Gedanken über meinen Sport, doch ich war und bin immer der Überzeugung, dass Dani diese Verletzung meistern wird, denn er ist ein vorbildlicher Sportler, körperlich und vor allem auch mental. Auf diesem Weg gute Besserung Dani!
Seit Anfang Februar bin ich nun bei Marc Brunold in Sion in der Physiotherapie. Er ist diplomierter Sportphysiotherapeut und dies bekomme ich zu spüren, die Einheiten sind ziemlich anstrengend - so soll es sein. Der Übergang von der Therapie zum Training ist fliessend und wir haben die Anzahl Sitzungen nun langsam reduziert und ich trainiere wieder mehr selbstständig. Von ärztlicher Seite werde ich von Hans Spring betreut und seit bald drei Wochen habe ich nun das OK für freies Skifahren. Nachdem ich wieder mit Skifahren begonnen habe, spürte ich eine Reizung des Patellasehnenansatzes, dies wohl aufgrund der neuen Belastung beim Skifahren zusammen mit dem Krafttraining. Inzwischen hat sich mein Knie wieder beruhigt und ich bin zufrieden mit den Fortschritten.
Anfang März konnte ich eine weitere Prüfung in meinem Wirtschaftsstudium schreiben. Das Studium war wieder einmal optimal um die Zeit noch anderweitig sinnvoll zu nutzen.
In der nächsten Zeit versuche ich weiterhin regelmässig auf die Piste zu kommen, ein gutes Gefühl zu finden und ab April auch wieder mit Riesenslalom-Training zu beginnen. Dazu besitzt natürlich das Krafttraining einen hohen Stellenwert. Das Ziel ist, im Mai möglichst ohne Rückstand in die Vorbereitung für die neue Saison zu starten. Die Weltcup- und Europacupsaison ist gleich vorbei und die Planung für die nächste Saison läuft bereits im Hintergrund. Im Moment ist aber noch nicht klar wie die Trainingsgruppen für die Saison 09/10 aussehen werden.
Ich bin also weiterhin voll motiviert und melde mich sicher in der nächsten Zeit wieder mal. (18.3.09)

Dezember 2008
Am 2. Dezember, nach der Rückreise aus Kanada, habe ich schon mal begonnen News mit der Überschrift ‚Zwischenstopp‘ zu schreiben. Die Untersuchung in Kanada ergab einen Innenbandanriss im rechten Knie - vier Wochen Pause, im Januar zurück auf der Rennpiste. Die Zeilen, die ich da schrieb, kann ich nun in den Papierkorb werfen…
Die Situation hat sich inzwischen total verändert, wie eine weitere Untersuchung bei Prof. Dr. Stäubli in Bern zeigte. Neu war auch der Meniskus betroffen, zwar an sich in Ordnung, aber von der Kapsel gelöst. Damit drängte sich ein arthroskopischer Eingriff auf, welcher Tags darauf gemacht wurde. Drei Monate kein Skifahren lautet das Verdikt und damit ist die Saison zu Ende.
Dies war natürlich ein harter Schlag. Kaum habe ich mich nach dem Kreuzbandriss vor zwei Jahren so richtig zurückgemeldet, schlägt die Verletzungshexe wieder zu. Schicksal? Gleich beim ersten Rennen ein Sturz und den Lohn einer harten Vorbereitungsphase kann ich mir abschminken. Pech? Solche Fragen bringen mich aber nicht weiter. Die Trainings im Herbst, in Nakiska und der dritte Rang beim Abfahrtstraining in Lake Louise haben mir gezeigt, dass ich sehr nahe an der Weltspitze bin. Ich versuche nun das Beste aus der Situation zu machen und gebe nun also Gas bei der Rehabilitation und der Therapie.
Jemand sagte mir ‚die Vergangenheit kannst du nicht ändern, also schaue nach vorne und mache das Beste aus der Situation‘. An dieser Stelle bedanke ich mich für die vielen unterstützenden Mitteilungen die ich bekommen habe.
Also hole ich trotzdem nochmal die News aus dem Papierkorb und lese: Dies ist nur ein Zwischenhalt auf dem Weg zur Weltspitze…

In der Bildergalerie findet man einige Eindrücke aus Kanada. (07.12.08)

Zwischenstopp
Wie wahrscheinlich bekannt musste ich mit einer Verletzung früher als geplant die Heimreise in die Schweiz antreten. In der Abfahrt vom Samsatg hat mich die Piste abgeworfen und ich landete in den Netzen. Die MRI-Untersuchung im Spital von Banff zeigte einen Anriss des Innenbandes im rechten Knie. In den nächsten rund vier Wochen kann ich also keine Rennen bestreiten. Nun werde ich mich hier nochmals untersuchen lassen und anschliessend beginnt die Therapie. Es gilt vorwärts zu schauen und ich werde alles unternehmen um möglichst bald wieder auf die Piste zurückzukehren. Die dritte Rang im Training in Lake Louise hat mir gezeigt, dass ich voll bei den Leuten bin. An dieser Stelle bedanke ich für für die Gratulationen und auch für die Aufmunterungen nach dem Sturz. Dies ist nur ein Zwischenhalt auf dem Weg zur Weltspitze, im Januar gehts weiter... (02.12.08)

November 2008
Start zur Saison 08/09
Heute konnte ich endlich das erste offizielle Abfahrtstraining in Lake Lousie bestreiten. Nach einer langen Vorbereitungsphase freue ich mich nun auf die Rennsaison. Doch zuerst noch ein Blick zurück auf die vergangenen Tage in Naksika. Die Speed-Piste präsentierte sich zum Schluss der Woche doch noch in einem guten Zustand und wir trainierten am Wochenende zwei Tage Super-G. Die Umstellung auf die längeren Skis gelang mir auf Anhieb sehr gut und ich konnte mit den Spitzenfahrer voll mithalten. Auch beim Abfahrtstraining vom Montag war ich vorne dabei. Ich konnte die rund zweistündige Verschiebung nach Lake Louise also zuversichtlich uner die Räder nehmen. Die Teams aller Nationen wohnen im 'Chateau' dem wohl grössten Hotel, in welchem ich bisher logieren durte. Gestern Dienstag trainierten wir, abseits der Skipiste, eine Einheit Schnellkraft und auch die Erholung sollte nicht zu kurz kommen. Der Spaziergang entlang des gefrorenen Sees mit der Berg und Gletscherkulisse im Hintergrung war total inspirierend. Nun aber zurück zur Geschichte auf dem Schnee. Obwohl heute das Kennenlernen der Piste im Vordegrund stand, bin ich mit dem 63. Rang nicht wirklich zufrieden. Ich beging einige Fehler und die Analyse der Videobilder zeigte mir auch einige Verbesserungsmöglichketen bezüglich der Linienwahl. Für mich und vier weitere ungesetzte Athleten stehen drei Startplätze zur Verfügung. Beim zweiten Training qualifizieren sich die schnellsten zwei Fahrer und im Abschlusstraining wird um den letzten Platz gekämpft. Ab morgen heisst es also: Gas geben. (26.11.08)

Welcome to Canada!
Seit einigen Tagen lebe ich im 'Kanaskis Village' in der Provinz Alberta. Dieser Hotel-Komplex wurde, wie das Skigebiet 'Nakiska', eigens für die olympischen Winterspiele Calgary 1988 gebaut. Soweit so gut, denn die Reise verlief planmässig und der Jetlag plagte mich nicht speziell. Das Wetter spielt aber nicht genau nach unserem Drehbuch. Ein warmer Fallwind namens Chinook, ähnlich dem Föhn, lässt das Thermometer teils klar über den Gefrierpunkt steigen. Deshalb braucht die Beschneiung der Super-G- Piste etwas mehr Zeit als gewünscht. Wir konnten aber schon drei Tage Riesenslalom und daneben auch etwas Slalom trainieren. Meine Leistungen entsprechen noch nicht ganz meinen Ansprüchen, ich versuche mich aber nicht unter Druck zu setzten und mich auch im Riesenslalom kontinuierlich an die Weltspitze-Athleten zu pirschen. In den nächsten Tagen sollte die erwähnte Piste bereit sein. Ich freue mich schon auf die längeren Skis und den höheren Speed!
Heute liessen wir, wegen den angesprochenen Wetterkapriolen, die Bretter im Skiraum und fuhren nach Calgary. Nach einer guten Trainingseinheit im Kraftraum des olympischen Trainingszentrums, gönnte man sich ein saftiges Steak zum Mittagessen. Unser Hotel liegt irgendwo in der Wildnis, deshalb bietet ein solcher Ausflug eine gute Abwechslung zu den Wäldern der Rocky Mountains. Ich fühle mich also wohl in Kanada und melde mich bald wieder. (18.11.08)

Ready to take off and ready for action!
Die letzten Vorbereitung laufen auf Hochtouren, denn morgen (14.11.08) reise ich nach Kanada. Wir fliegen von Zürich über Frankfurt nach Calgary und von dort fahren wir nach Nakiska. Auf dem Programm stehen einige Tage Riesenslalom- und Super-G-Training, mit dem Ziel sich optimal auf die ersten Speed-Rennen vorzubereiten und sich an den kanadischen Schnee zu gewöhnen. Ich bin gespannt, ob sich der Unterschied zum europäischen Weiss derart ausgeprägt anfühlt. Am 25. geht es weiter nach Lake Louise für die Weltcup-Rennen vom 29. und 30.
Ich freue mich riesig auf den Trip und werde natürlich alles geben um ihn möglichst erfolgreich werden zu lassen.
Auch von Übersee versuche ich mich regelmässig zu melden, von meinen Erlebnissen zu berichten und das eine oder andere Foto zu präsentieren. Bis bald...(13.11.08)

In den letzten News schrieb ich noch, dass ich mich nach einem gedrängten Programm auf ein paar Tage zuhause freue. Inzwischen hat sich die Situation gedreht und ich würde mich über ein paar gute Skitage freuen. Das veränderliche und unberechenbare Herbstwetter gestaltet im Moment mein Programm. Anfangs letzter Woche konnten wir gerade noch zwei gute Tage in Diavoleza, beim Berninapass, auf einer Mischung zwischen Kunst- und Naturschnee trainieren, anschliessend kam zuerst der Schnee, dann der Föhn und weiter der Regen. 'Abwarten, flexibel sein und nicht nervös werden' lautet die Devise. Diese Situation ist ja nicht neu für mich und vor allem die Gewissheit bis dahin sehr gut trainiert zu haben, lässt mich das ganze locker angehen.
Inzwischen ist der Rennplan dieses Winters aufgeschaltet. Mein Ziel ist es, die Saison Ende November in Lake Louise richtig zu lancieren. Ich darf mit dem Weltcup-Team nach Nordamerika reisen und ich will mich dort für die Rennen qualifizieren. Ansonsten ist der Einsatzplan noch nicht genau definiert. Informationen folgen selbstverständlich...
Auf der Seite des Fanclubs findet ihr auch einige neue Informationen. (6.11.08)

Oktober 2008
In den letzten Wochen hatte ich ein gedrängtes Skiprogramm, deshalb freue ich mich darauf diese Woche einmal nicht auf den Gletscher zu pilgern, mich zu erholen sowie ein paar gute Konditionseinheiten zu absolvieren. Vor drei Wochen durfte ich in Zermatt drei Tage mit dem Weltcup-Team trainieren. Im Super-G konnte ich während zwei Tagen sehr gut mithalten und mich so den Coaches gut präsentieren. Leider spielte dann das Wetter nicht mehr mit und wir konnten am dritten Tag nicht wie geplant Abfahrt fahren. Die Woche darauf war ich in Saas Fee mit dem Europacup-Team wieder auf den kürzeren Slalom- und Riesenslalom-Skis. Im Pitztal trainierte ich letzte Woche wieder mit einem Teil des WC-Teams, von vier geplanten Tagen konnten wir nur zwei Tage Riesenslalom fahren, die Super-G-Trainings fielen dem Wetter zum Opfer. Mit meinen Leistungen, vor allem in den Speed-Disziplinen, bin ich im Moment ganz zufrieden. Wie ihr seht pendle ich im Moment zwischen der EC- und WC-Mannschaft und ich hoffe meine ersten Rennen im 'grossen' Cup bestreiten zu können. Mehr Informationen folgen...
Am Samstag durften wir im neuen Westside-Zentrum bei Bern anlässlich des alljährlichen Abgabetags unsere neuen Skikleider in Empfang nehmen. Dies war eine gelungene Abwechslung zum üblichen Standort in Dübendorf, mich begeisterte vor allem die Architektur dieses Riesen-Komplexes.
Neu sind ein paar Bilder vom Fanclubfest vom 13. September aufgeschaltet. Viel Spass beim anschauen! (21.10.2008)

September 2008
Am letzten Wochenende ging das vierte Fanclub-Fest über die Bühne. Da es Petrus nicht allzu gut mit uns meinte und es ziemlich stark regnete, verzogen wir uns nach einem Apero im Restaurant Giw in das alte Restaurant. Wir liessen uns die gute Laune nicht nehmen und verbrachten einen gemütlichen Nachmittag und Abend. Wie jedes Jahr fand am späten Nachmittag die GV des Fanclubs statt. Gemäss Statuten wird der Vorstand auf drei Jahre gewählt und deshalb standen dieses Jahr Wahlen auf der Traktandenliste. Zur Freude aller Anwesenden erklärten sich die bisherigen Vorstandsmitglieder, die gleichzeitig auch Gründungsmitglieder sind, bereit, den Vorstand drei weitere Jahre zu besetzen. An dieser Stelle nochmals ein Dankeschön an den Vorstand und den gesamten Fanclub für die Unterstützung. Anschliessend liessen wir uns von Fernando und Natascha mit Raclette verköstigen und genossen das ein oder andere Glas Wein dazu. fotografische Impressionen folgen nächstens.
Zwischen dem 4. und 12. September absolvierte ich drei Klausuren im Bachelorstudiengang der FernUniversität in Hagen. Während ich die Grundstudiumsklausuren noch in der Schweiz absolvieren konnte, musste ich für die Prüfungen im Hauptstudium den Weg nach Düsseldorf auf mich nehmen. Resultate gibt es erst im November, doch es bleibt die Gewissheit, dass dieses Studium für mich ein guter Ausgleich zum Spitzensport ist.
Nach meinem Materialwechsel zu Salomon im Frühling werde ich immer wieder gefragt, wie ich mit den neuen Skis und Schuhen zurechtkomme. Diesbezüglich gibt es nur Positives zu berichten, die Skis funktionieren in allen Disziplinen sehr gut, vor allem mit den neuen Abfahrtsskis konnte ich mich sehr schnell anfreunden und auch die Schuhe passen wie gewünscht. Trotzdem teste ich im Moment ein neues Schuhmodell von Salomon um vielleicht noch ein Quäntchen rauszuholen.
Auf der Skipiste läuft es zurzeit sehr zufriedenstellend. In Zermatt fanden wir von Ende Juli bis jetzt immer super Bedingungen vor. Unter Bilder gibt es einige Eindrücke zu sehen. Wir konnten 24 Skitage absolvieren. Nach den üblichen ersten Skitagen mit freiem Fahren zur Optimierung der Technik wechselten wir bald einmal auf die Speeddisziplinen, wo ich mich von Anfang an wohlfühlte. Daneben arbeitete ich vor allem mit Riesenslalom-Training weiter an meiner Technik und ich bin sicher auf einem guten Weg. Dazwischen habe ich auch an dem einen oder anderen Slalom-Tag meinen Spass. In der nächsten Zeit hoffe ich den einen oder anderen Tag mit dem Weltcup-Team trainieren zu können, um mich mit den Cracks vergleichen zu können und den Trainern zu zeigen was ich drauf habe.
In der nächsten Zeit werde ich mich wohl öfter wieder melden und hoffe, dass ich auch dann wieder Positives berichten kann. (23.10.08)

Juni 2008
Mitten während der Fussball-Euro melde ich mich auch mal wieder. Nachdem die Verträge mit Ochsner Sport als Kopfsponsor und Salomon als neuen Ski-, Schuh- und Bindungs-Ausrüster unter Dach und Fach waren, stürzte ich mich voll ins Konditionstraining. Wie ihr auf dem Sommerplan nachschauen könnt, bin ich mitten in der Konditions-Aufbau-Phase. Die ersten zwei Wochen in Magglingen, Ende Mai und Anfangs Juni, standen im Zeichen harter Intervall-Trainings, zur Verbesserung der Ausdauer, insbesonders der Sauerstoff-Aufnahme. Danach wurde das Programm auf die Priorität Kraft umgestellt. Ab nächster Woche bin ich dann wieder in Magglingen, zuerst zusammen mit dem EC-Team, anschliessend absolviere ich einen zwei-wöchigen WK. Ich wünsche allen schöne Sommer-Tage und bis bald... (19.6.08)

Mai 2008
Anfangs Mai wurden die Selektionen von Swiss-Ski für die Saison 2008/2009 kommuniziert. Aufgrund meiner Resultate war schon klar dass ich im B-Kader bleibe. Die Einteilung der Trainingsgruppen, welche nicht deckungsgleich mit der Kader-Selektion ist, interessierte mich dementsprechend mehr. Wie erwartet bin ich erneut im Europacup-Team, dieses wurde nun ein bisschen umgestaltet, indem es nicht mehr zwei, Technik und Kombi, sondern nur noch eine Gruppe gibt. Als neuer Chef-Trainer Europacup wurde Andi Puelacher bestimmt und Franz Heinzer kommt aus der Weltcup-Gruppe zu uns.
In den letzten Wochen machte ich mir viele Gedanken bezüglich meiner Skimarke. Da die Unterstützung bei Atomic nicht mehr meinen Vorstellungen genügte, entschied ich mich für einen Wechsel. Nach einigen Tests und Gesprächen fiel die Entscheidung auf Salomon! Mit diesen Skis, Schuhe und Bindungen blicke ich optimistisch in die Zukunft und ich bin mir sicher, dass ich damit meine Ziele erreichen kann.
Eine weitere erfreuliche Meldung: Die Zusammenarbeit mit Ochsner Sport wird um zwei Jahre verlängert. Damit kann ich weiterhin eine starke Marke vertreten, hinter welcher ich voll stehen darf.

Kaderliste 2008/2009
Trainingsgruppen 2008/2009

Saison 07/08

April 2008
Die Saison ist zu Ende und ich habe endlich Zeit über meine Resultate zu berichten, denn der letzte Monat war doch sehr erfreulich:
In Bansko (BUL) meldete ich mich an der Spitze des Europacups zurück. Auf der technisch anspruchsvollen Piste fuhr ich im ersten Training Bestzeit, bestätigte dies mit zwei guten 5. Rängen an den anschliessenden Rennen und war natürlich entsprechend zufrieden. Die bulgarische Skistation bleibt mir auch sonst in guter Erinnerung, denn die Rennen wurden weltcupwürdig organisiert. Auf einer grossen Bühne im Zielgelände fanden sich mehr als tausend Leute ein um die Abfahrten im steilen Zielhang oder auf der Videoleinwand zu sehen, um nur ein Beispiel zu nennen.
Nach diesem erlebnisreichen Ausflug in den Osten, trat ich in Les Orres (FRA) zum Europacup-Finale an. Dort gelang mir in der Abfahrt eine weitere Top-Ten-Klassierung und ich konnte mich auf den 15. Schlussrang der Abfahrtswertung kämpfen. Leider klappte es dann im Super-G, wie meist in dieser Saison, nicht nach Wunsch.
Auch im Schweizermeisterschafts-Super-G von Bad Ragaz wurde ich nicht vom Glück verwöhnt, während die ersten 15 noch Sonnenschein geniessen durften, hatte ich mit dichtem Nebel zu kämpfen. Die Schweizermeisterschafts-Abfahrt musste zudem abgesagt werden. Doch die Devise 'Kämpfe bis zum Schluss' wurde in Zinal mit dem Sieg im Super-G belohnt. Endlich konnte ich ein gutes Resultat in meiner bis anhin stärksten Disziplin einfahren. Beim Schweizermeisterschaften-Riesenslalom in Davos erreichte ich den 8. Rang.
Ein ganz grosses Highlight in jeder Saison ist natürlich das Osterrennen im Heidadorf. Auch für dieses Jahr habe ich mir viel vorgenommen und diesmal hat es geklappt. Mit dem Sieg habe ich mir einen Kindheitstraum erfüllt. Ich weiss noch genau, welche Freude der JO-Fahrer 'Klein-Ralf' hatte, als er an diesem Rennen vorfahren durfte! Dieser Tag gibt mir viel Motivation für die nächste Saison. Unter Medien findet man den Artikel des 'Walliser Boten'.
Also darf ich zum Schluss doch noch zufrieden auf die Saison 07/08 blicken. Nach guten Trainings im Herbst war der Start happig und als noch die Fis-Punkte in die Höhe schossen, fand ich mich in einem tiefen Tal wieder. Dass ich eine ganze Saison keine Rennen fahren konnte, hat sich doch ziemlich ausgewirkt, auch wenn ich es am Anfang nicht sehen wollte. Doch Step by Step konnte ich mich wieder zurückkämpfen und ich habe in dieser Zeit seit der Verletzung viel gelernt. Die Entwicklung der Fis-Punkte ist auf dieser Seite ganz gut ersichtlich. Nun blicke ich zuversichtlich auf die neue Saison 08/09!
Ich bedanke mich hier bei allen, welche immer an mich glaubten und mir geholfen haben!
In der nächsten Zeit teste ich noch ein paar Skimarken, bevor dann einige Tage Ruhe auf dem Programm stehen. Ich halte euch hier auf dem Laufenden was es in Sachen Material, Selektionen und Trainer Neues gibt.
Ich habe wieder einige Bilder von Bansko und vom Fanclub beim Osterrennen aufgeschaltet. Schaut sie euch an! (10.04.2008)

März 2008
In Sella Nevea (ITA) wurde es leider nichts mit einem Exploit, die Verhältnisse liessen es gar nicht zu, denn die Piste war zu weich, als dass man mit einer hohen Nummer noch in die 30 hätte fahren können. Trotz einer guten Leistung wurde ich nur 36. Am zweiten Tag hängte ich mit dem Arm an einem Tor an und schied aus. Bei den anschliessenden Fis-Riesenslaloms in Leogang zeigte ich einige gute Ansätze und ich merkte, dass ohne Fehler einiges drin lag. Auf dem Stoos beging ich wiederum ein zwei Fehler zu viel. Mein gutes Gefühl bestätigte sich dann bei den Riesenslaloms in Flumserberg, wo ich endlich wieder mal auf ein Podest steigen konnte. Mit dem zweiten und dritten Rang konnte ich zudem gute Fis-Punkte holen. Dies motiviert mich natürlich für den Rest der Saison. Diese Woche fahre ich noch ein Fis-Super-G und eine Superkombination in der Innerkrems (AUT), am Wochenende zwei Fis-Riesenslaloms in Mürren, bevor ich dann nach Bulgarien reise. Dort, im Skigebiet von Bansko, werde ich zwei Europacup-Abfahrten bestreiten. Danach geht es weiter mit dem Europacup-Final in Les Orres (FRA) und gleich anschliessend finden in Bad Ragaz schon die Schweizermeisterschaften in den Speed-Disziplinen statt. Es steht also wieder eine intensive Zeit auf dem Programm - mit einigen Chancen zu zeigen was ich drauf habe...
Leider gibt es auch eine schlechte Nachricht. Mein Team-Kollege Cristian Locher hat sich bei der Abfahrt auf dem Stoos wieder schlimm verletzt. Auf diesem Weg alles Gute!!!
Es gibt wieder einige Fotos aus Sella Nevea, Stoos und Flumserberg, und vom Konditraining zu begutachten. Bis bald

Februar 2008
Nach drei Speed-Wochen wird es wieder mal Zeit für News: Der Start zu dieser intensiven Zeit verlief zufriedenstellend, im ersten Training in Crans-Montana wurde ich 25. Trotz einiger Fehler im zweiten Training war ich überzeugt mit meiner hohen Startnummer (über 70) in die ersten 30 zu fahren. Leider schlichen sich auch im Rennen einige kleine Fehler ein und ich wurde 38. In der Super-Kombination am nächsten Tag lief es dann besser. Nach der Abfahrt lag ich auf Rang 25 und im Slalom konnte ich mich noch auf den 17. Rang steigern. Am meisten erwartete ich im Super-G, meine Entscheidung für den Einsatz eines alten Skis erwies sich leider als Fehlgriff. Der Ski war schnell in den flachen Passagen, aber die Kurven liessen sich nicht so aggressiv fahren wie ich es mir wünschte. Auch im Sarntal zeigte ich in den Trainings gute Leistungen, die Verhältnisse bei den anschliessenden Rennen waren jedoch nicht ganz regulär. In der Abfahrt kam der Wind mal von vorne, dann herrschte Rücken- oder Seitenwind. Im Super-G startete dank meiner Europacup-Punkte von Hinterstoder noch knapp in den ersten 30 -leider, wie sich herausstellte- denn während des Rennens wechselte es von Bewölkung zu Sonnenschein und die Piste wurde schneller. Positiv war wiederum die Superkombination mit meinem 24. Rang. Zuletzt war der Europacup auf der Weltcup-Strecke in Chamonix zu Gast. Mit den Rängen 11 und 27 in den Trainings waren wiederum gut, im Rennen klappte es aber nicht nach Wunsch, mit dem vierten Resultat zwischen 30 und 40 konnte ich keine Europacup-Punkte auf mein Konto schieben. Es ist für mich im Moment nicht leicht die erforderliche Geduld aufzubringen, denn diese Saison muss ich als Übergangs-Saison bezeichnen, mit dem Ziel eine gute Ausgangslage für die nächste zu schaffen. Daneben bin ich überzeugt einige Exploits reissen zu können. Vielleicht schon nächste Woche in Sella-Nevea...
Übrigens unter Bilder findet man einige Eindrücke aus Montana und Chamonix, der Fanclub war voll dabei! (07.02.08)

Januar 2008
Das neue Jahr begann für mich mit einem Schock! Noch im alten Jahr bemerkte ich bei einem Besuch auf fis-ski.com, dass sich meine Fis-Punkte extrem verschlechtert haben. Es musste sich um einen Fehler handeln, denn auch meine Trainer versicherten mir, dass dies nicht möglich und die Korrektur bereits im Gange sei. Am 2. Januar wurde mir von meinem Trainer mitgeteilt, dass die Berechnung seitens der Fis korrekt abgelaufen ist. Die Regelung bezüglich der Berechnung der Fis-Punkte nach Ablauf des Verletztenstatus wurde geändert. Bei einer Verletzung von mehr als 13 Monaten verfallen nach Starts an mehr als 8 Rennen alle Resultate vor der Verletzung. Das bedeutet dass man 8 Rennen hat, um in 5 Disziplinen je zwei Resultate zu erzielen?!? Es konnte mir jedoch niemand genau erklären, ob ein Reglement geändert wurde oder nur die Interpretation eines solchen. Die ganze Situation ist extrem undurchsichtig. Klar ist, dass diese Regelung extrem athletenfeindlich ist. Das Unglaublichste an dieser Situation ist aber, dass weder Swiss-Ski noch meine Trainer etwas davon wussten. Ich war natürlich entsprechend verärgert und enttäuscht. Mit dem Wissen dieser Änderung hätte man die Renneinsätze natürlich anders geplant, beispielsweise wäre ich sicher keine Super-Kombination gefahren, da ich dort sowieso keine Punkte hatte und zuhinterst startete. Fakt ist nun aber, dass ich in allen Disziplinen hohe Fis-Punkte habe, mich deshalb wieder nach vorne kämpfen muss und ich mich bezüglich meiner Ziele für diese Saison total neu orientieren muss. Inzwischen ist ein Antrag bezüglich dieser Situation von Swiss-Ski an den internationalen Skiverband FIS gegangen, aber die Mühlen dieser Bürokratie-Maschinerie mahlen bekanntlich langsam... Mit dem Wissen, dass mir zwar die Punkte weggenommen werden können, aber nicht meine Fähigkeiten, schaue ich nach vorne und gebe weiterhin Vollgas.
So konnte ich mit meinem 7. Rang im zweiten Rennen von Hoch Ybrig einigermassen zufrieden sein, vor allem mit dem zweiten Lauf. Bei den Fis Super-G in Brigels hatte ich so meine Mühe, ich war trotz guten Fahrten sehr langsam. Ich schreibe dies den sehr weichen Verhältnissen bei einer flachen Piste zu. Meine Abstimmung passte dort überhaupt nicht. Die Europacup-Rennen in Hinterstoder waren dann genau das Gegenteil - steil und eisig. Mit dem 25. Rang im Super-G konnte ich die ersten Europacup-Punkte einfahren und ich habe - auch dank dem zweiten Platz von Vitus Lüönd - gemerkt, dass nicht viel fehlt um wieder vorne dabei zu sein!
Heute reise ich mit einem optimistischen Gefühl nach Crans-Montana und ich freue mich auf die Rennen im Wallis.

Dezember 2007
Nach zwei guten Trainingstagen in der Innerkrems, bestritt ich am 15. Dezember in Matrei meine erste Super-Kombination. In der letzten Saison wurde für diese Diszplin erstmals eine eigene Fis-Punkteliste erstellt, da ich jedoch keine Rennen fahren konnte, figuriere ich noch nicht auf dieser Liste und musste in der Startliste hinten anstehen, ich durfte in Matrei mit der Nummer 106 ins Rennen starten. Ich muss mich in dieser Disziplin von hinten nach vorne arbeiten.
Danach ging es in Zauchensee mit der ersten Europacup-Abfahrt los. Mit dem ersten Training war ich noch zufrieden, ich tastete mich gut an die Strecke und den Speed heran. Im zweiten Training riskierte ich mehr, beging aber einige Fehler. Ich startete dennoch zuversichtlich in die erste Abfahrt. Leider rutschte ich bei einem abhängenden Tor auf dem Innenski aus und das Rennen war gelaufen. Bei der Superkombi am nächsten Tag durfte ich wieder als einer der letzten mit der Nummer 84 starten. Um endlich einige Punkte zu ergattern stieg ich, nach einem groben Fehler im Slalom, sogar zurück.
Zum Abschluss der Dezember Rennen fuhr ich in St.Moritz noch zwei Fis-Riesenslalom. Dort stellte ich fest, wie extrem wichtig die Abstimmung in diesem Sport ist. Im ersten Lauf verlor ich zwei Sekunden und änderte darum das Canting meiner Schuhe. Im folgenden Lauf realisierte ich die drittbeste Zeit. Dies zeigt mir, dass ich sicher auf dem richtigen Weg bin, aber weiter auch an Details arbeiten muss um vorwärts zu kommen.
In diesem Sinn wünsche ich allen einen guten Rutsch und ein erfolgreiches neues Jahr...(30.12.07)


Die ersten Rennen liegen hinter mir und ich bin wieder zurück auf den Ranglisten von fis-ski.com. Doch alles der Reihe nach. Am 28. November flogen wir nach Oslo und von dort ging es weiter nach Trysil. Schon bei unserer Ankunft dort schneite es und deshalb gestalteten sich die geplanten vier Trainingstage schwierig. Es brauchte viel Geduld und immer wieder rutschen, um einigermassen gute Konditionen vorzufinden. Ich liess mich nicht irritieren und versuchte das Beste aus der Situation zu machen. Danach ging es weiter nach Geilo, wo die ersten zwei Europacup-Riesenslaloms stattfanden. Mit dem ersten Rennen konnte ich noch einigermassen zufrieden sein, nach dem ersten Lauf verpasste ich die ersten 30 nur gerade um 26 Hundertstel. In den technischen Disziplinen ist dies die Hürde, die es zu packen gilt. Die Piste dort war sehr flach und die Abstände entsprechend gering. Ich beendete das Rennen auf dem 50. Rang. Am zweiten Tag liefs dann ziemlich schlecht, ich erwischte einen schlechten Lauf und qualifizierte mich nicht einmal mehr für den zweiten Lauf. Ich blicke jedoch weiterhin optimistisch auf die begonnene Saison. Der Start ist gemacht und ich muss jetzt schauen, dass ich mich wieder an den Rennrhythmus gewöhne. Nächste Woche stehen ein paar Trainingstage auf dem Programm und die Woche darauf geht es dann auch in den Speed-Disziplinen los. Ich habe noch ein paar Bilder von der Woche in Norwegen aufgeschaltet... (7.12.07)

November 2007
Kurz vor der Reise nach Norwegen zum meinem Saisonstart melde ich mich nochmals. Das angerissene Seitenband in meinem rechten Fuss beschäftigte mich in den letzten drei Wochen. Ich konnte zwar trotzdem trainieren, aber vor allem am Anfang nur eingeschränkt, das heisst keine Schnelligkeit- und Sprungtrainings. Beim Skifahren ist der Fuss so fest im Skischuh verankert, das ich mich dort nicht einschränken musste. Inzwischen geht es stetig besser. Wie letztes Mal angekündigt waren wir den ganzen November auf der Suche nach optimalen Pisten und Schneeverhältnissen. Nach dem letzten Kurs auf dem Gletscher konnten wir Mitte November in Zinal trainieren. Leider waren die Verhältnisse nicht ganz optimal, denn kurz zuvor schneite es fast einen halben Meter und es war dementsprechend weich. Eine Woche später reisten wir nach Sulden im Südtirol, dort hatte es fast keinen Naturschnee, dafür aber eine optimale Kunstschneedecke. An diesen vier Tagen konnten wir qualitativ sehr gute Trainingsläufe fahren. Mit der Anpassung an die Schnee und Pistenverhältnisse hatte ich jedoch ein bisschen Mühe und ich war mit meinen Zeiten nicht zufrieden. Deshalb bin ich froh, dass ich in Norwegen nochmals vier Trainingstage auf dem Programm habe, bevor ich dann am 4. und 5. Dezember die ersten Europacup-Riesenslaloms attackiere. Ich freue mich, dass es endlich losgeht und ich nach mehr als anderthalb Jahren wieder Wettkämpfe bestreiten darf. (27.11.07)


Nach einem intensiven Monat gibt es wieder einiges zu berichten. Anfang Monat trainierten wir das erste Mal ausserhalb der Walliser Gletscher im österreichischen Pitztal. Dieser Wechsel ist nicht zu unterschätzen, denn anders als in Zermatt und Saas Fee, wo wir die Pisten schon fast auswendig kennen, ist es im Pitztal steiler und es hat einige Übergänge. Zudem trafen wir zu diesem Zeitpunkt (endlich) härtere Pisten an. Während diesem Kurs holte ich mir eine Mittelohrentzündung, welche mich fast drei Wochen begleitete. Im September und Oktober musste ich feststellen, dass ich durch das Verpassen einer ganzen Saison doch einige Tage länger brauchte und brauche um in Form zu kommen und das optimale Gefühl zu finden. Ich kann jedoch zufrieden festhalten, dass ich ständig Fortschritte mache und meine Formkurve nach oben zeigt. Eine Woche später durfte ich ein zweites Mal ins Pitztal um mit einem Teil der Weltcup-Mannschaft zu trainieren. Leider wurden es aufgrund der Wetterverhältnisse nur zwei Tage, an welchen ich mich dort präsentieren konnte. Zeitlich konnte ich ganz gut mithalten, auch wenn bei mir die Konstanz 4-5 Läufe fehlerfrei ins Ziel zu bringen noch fehlte. Wieder eine Woche danach ging's mit dem Europacup-Team in Saas Fee weiter. Die letzte Woche stand im Zeichen der Erholung, einiger qualitativer Konditionstrainings und einem Kraft-Test in Magglingen. Am letzten Wochenende wurde nun entschieden, ob und wer von unserem Team nach Kanada mitreisen darf. Dabei geht es um die ersten Speed-Rennen in Lake Louise und auch um zwei Wochen Trainings zuvor. Dieses erste Zwischenziel habe ich leider nicht geschafft, denn ich musste feststellen, dass man schon im September in Form sein muss um sich für diese Überseereise aufzudrängen und dies war für mich zu früh. Michael Bonetti, Bernhard Matti und Cornel Züger haben die Qualifikation geschafft. Mein Programm in der nächsten Zeit ist von der 'Suche nach Kunstschnee' geprägt, um möglichst bald auf dieser Unterlage zu trainieren und das Material entsprechend abzustimmen. Diese Woche werde ich mich nochmals in Saas Fee auf dem Gletscher vergnügen. Ich hoffe, dass ich diese Trainings voll durchziehen kann, denn am Freitag habe ich mir beim Konditraining das Fussgelenk verstaucht und ein Band gezerrt oder angerissen. Trotzdem sollte ich die geplanten Skitrainings absolvieren können. Meine ersten Rennen werden voraussichtlich zwei Europacup-Riesenslaloms Anfang Dezember in Norwegen sein. Vielleicht finden vorher ein paar Fis-Rennen in Zinal satt, dies entscheidet aber wie gesagt der Wetter- respektive Kältegott. Den Rennplan für die Saison 07/08 findet ihr hier. Ich schaue der kommenden Saison zuversichtlich entgegen und will allen zeigen was ich kann! Übrigens habe ich ein paar neue Bilder vom Skitraining aufgeschaltet. Bis bald... (5.11.07)

Oktober 2007
Am 8. September fand bereits das dritte Fanclub-Fest statt. Ich freute mich auf einen gemütlichen Tag mit den Mitgliedern des Fanclubs und erwartete nichts Spezielles, da ich im letzten Winter keine Rennen bestreiten konnte und es somit auch keine Resultate zu feiern gab. Aber eine freudige Überraschung folgte der nächsten...
Als erstes wurde im Bergrestaurant Giw eine Vitrine mit der Startnummer meines ersten Weltcup-Einsatzes enthüllt. Ich habe die Startnummer dem 'Team Bormio' und dem Fanclub für die Unterstützung geschenkt. Zusammen mit Celestine Zeiter, welche die Vitrine offerierte, hat mir der Fanclub eine riesige Freude und Motivation bereitet, es hat ja noch Platz...
Die GV des Fanclubs ging wieder einmal sehr unterhaltsam und kurzweilig über die Bühne und zum Schluss erhielt ich mit dem Bild 'Ahorn 2010' eine Motivationsspritze der speziellen Art. Merci!!!
Eine coole Mütze und warme Handschuhe wurden als weitere Fanclub-Accessoires präsentiert. Ab sofort im Fanshop zu haben!
Mit Bowle, Wein und allerhand anderer Getränke wurde auf eine erfolgreiche Saison 07/08 angestossen und ein paar feine Raclettes stillten den Hunger. Dem OK möchte ich hier ein Dankeschön für die Organisation dieses super Anlasses aussprechen.
Natürlich sind wieder ein paar gute Bilder geknipst worden.
Im September war ich zuerst vier Tage in Saas Fee, dort standen mit Slalom und Riesenslalom die technischen Disziplinen im Vordergrund. Dann trainierten wir in Zermatt ein paar Tage Abfahrt und Super-G und zum Schluss war ich noch einmal im Saas auf den Riesenslalom-Skis.
Dazu schrieb ich am 17. September in Düsseldorf eine Marketing-Klausur für mein Fernstudium. Das Programm war also ziemlich voll und nun folgen ein paar Tage Erholung, bevor es in der nächsten Woche im Pitztal wieder zur Sache geht... (1.10.07)

September 2007
Die ersten Skitrainings sind schon wieder Geschichte. Im August konnten wir insgesamt 13 Tage bei meist sehr guten Bedingungen auf dem Zermatter Gletscher absolvieren. Zwar verteilten sich diese Tage aufgrund wechselhafter Witterungen auf nur zwei Kurse statt geplanten drei, die Trainingsqualität war trotzdem sehr gut. Die ersten Tage waren für mich natürlich schon sehr speziell, nach fast einem Jahr wieder durch die Stangen zu jagen, und dies erst noch in Zermatt, wo ich mich verletzt hatte. Doch ich konnte mich schnell wieder an die Skis, den Schnee und das Training gewöhnen und bin sehr zufrieden wie es bis jetzt läuft, mein Knie bereitet mir fast keine Sorgen und ich kann das Programm wie geplant durchziehen. Ich schaue also zuversichtlich auf die nächste Zeit, weiss aber dass noch viel Arbeit auf mich wartet. Bis bald - vielleicht schon am Samstag beim Fanclub-Fest. (6.9.07)

August 2007
Ich kann eine weitere erfreuliche Meldung verbreiten. Mein neuer Kopfsponsor heisst Ochsner Sport. Zusammen mit Daniel Albrecht, Didier Defago und Carlo Janka bilde ich für die kommende Saison ein schlagkräftiges Team. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit einem der führenden Schweizer Sporthändler. (9.8.07)

Die Konditions-Phase neigt sich dem Ende zu, nach 5 Monaten hartem Training freue ich mich natürlich gewaltig, dass nächste Woche die offiziellen Trainings mit der Mannschaft beginnen. Während ich im März und April noch für mich alleine trainierte, konnte ich im Mai und Juli oft mit Jan Seiler zusammenspannen. Zu zweit ist es schon viel motivierender und man geht ein bisschen mehr ans Limit. Im Juni stand ein dreiwöchiger WK in Magglingen auf dem Programm und anschliessend noch ein Woche mit dem Europacup-Team ebenfalls in Magglingen. Bis jetzt bin ich sehr zufrieden mit meiner Vorbereitung. Ich bin soweit dass ich auch mit dem ehemals verletzten linken Bein alles ohne Einschränkungen machen kann. Ich hoffe, dass es auf den Skis so weiter geht...
In den letzten zwei Wochen durfte ich zwei wunderschöne Bergtouren erleben. Zuerst mit Markus und meinem Bruder Stefan auf den Dom und eine Woche später mit Stefan auf das Matterhorn. Unter Bilder findet ihr einige Eindrücke dieser Touren und falls jemand Lust auf die schöne Bergwelt bekommen hat: alpin adventure visperterminen
Ich wünsche weiterhin einen schönen Sommer und man sieht sich am 8. September beim Fanclub-Fest. (3.8.07)

Juni 2007
Liebe Fans! Das Datum des Fanclubfestes steht fest. Näheres erfahrt ihr unter Fanclub! (27.6.07)

Mai 2007
Wie jedes Jahr Anfangs Mai veröffentlicht Swiss-Ski die Kader-Selektionen und Trainingsgruppen für die kommende Saison. Für mich war eigentlich klar, dass ich weiterhin im B-Kader und in der Trainingsgruppe Europacup-Kombi bin - auch weil meine Punkte während der Verletzung eingefroren wurden. Spannender war es da schon zu sehen wer meine Teamkollegen und Trainer sind. Ulisse Delea bleibt Gruppentrainer und als neuer Trainer wird Simon Rothenbühler dazustossen. Mario Gussnig kümmert sich weiterhin um die konditionellen Voraussetzungen. Betreffend den Service-Leuten ist wieder einmal noch nicht alles im Klaren. Von meinen letztjährigen Teamkollegen wurde Hofer Beni für die Trainingsgruppe Weltcup 1 selektioniert und Farquet Gregoire tritt zurück. Alle andern bleiben in der EC-Gruppe. Neu kommen Oreiller Ami und Züger Diego ins Team. Hier könnt Ihr die Kaderliste sowie die Trainingsgruppen ansehen.
Mein Progamm in der nächsten Zeit sieht gleich aus wie in den letzten zwei Monaten: Kraftaufbau-, Ausdauer- und Koordinationstraining während zirka 20-25 Stunde die Woche. Auf Mitte Mai sind die ersten Konditionstest in Leukerbad angesetzt. Anschliessend werde ich ein paar Tage auf die Skis gehen und im Juni steht wie letztes Jahr ein WK in Magglingen auf dem Programm. Meinen Trainingsplan für den Sommer 07 ist unter Rennplan ersichtlich. Dieses Jahr werden wir die Schneekurse immer zusammen mit der EC-Technikgruppe, dadurch können wir flexibler verschiedene Disziplinen trainieren. Das sind die News zu den Selektionen...(03.05.07)

Saison 06/07

März 2007
Seit etwas mehr als einer Woche bin ich zurück aus den Vereinigten Staaten. Ich war natürlich froh meine Familie, Freunde und auch die schönen Berge wiederzusehen; aber die Zeit auf der anderen Seite des Teichs war fantastisch, ich habe eine Menge erlebt viele Leute kennengelernt und wunderschöne Landschaften gesehen. Unter Bilder kann man ein paar Eindrücke des Road Trips mit Thomi und Kusi, von der Zeit in San Diego und auch vom Abschluss auf Hawaii sehen.
Kaum zurück bin ich wieder im Alltag, im Moment heisst das vorallem lernen für die Prüfungen Ende März und Aufbautraining des linken Beins. Die Nachuntersuchung bei Dr. Stäubli ergab, dass soweit alles in Ordnung ist und ich auf dem richtigen Weg bin. Ich hoffe, dass ich Anfangs Mai bereit bin um mit meinen Teamkollegen die Vorbereitung für die nächste Saison in Angriff zu nehmen.
Am Samstag, 24.03.07 fährt der Fanclub zur Schweizermeisterschaft und will einen gemütlichen Tag in Veysonnaz verbringen. Infos unter Fanclub. C ya... (07.03.07)

Februar 2007
Hier mal wieder ein paar News aus San Diego. Seit gut drei Wochen bin ich hier und die Stadt gefällt mir sehr gut. Ich wohne hier in einer Residenz mit ein paar anderen Studenten und habe ein kleines, mit Frigor und Mikrowelle ausgestattetes Zimmer; zwar klein aber in Ordnung. Hier in San Diego habe ich nun wieder einen geordneten Tagesablauf, am Morgen Schule, dann Training und später noch etwas unternehmen oder in den Ausgang. In der Schule lernt man natürlich eine Menge Leute kennen. Es hat viele Brasilianer, Asiaten vor allem Koreaner und natürlich Schweizer.
In der Nähe meiner Unterkunft habe ich ein gutes Fitness-Center gefunden, in dem ich meistens trainiere. Zudem habe ich noch ein Velo gemietet, mit welchem ich auch noch ein paar Einheiten in der näheren Umgebung machen kann. Einfach alles ausser Kraft, Gleichgewicht und Velofahren ist im Moment ja nicht so optimal. Meinem Knie geht es soweit gut - keine Schmerzen und ich merke wie der Muskel vom linken Bein langsam wieder grösser wird :-)
In San Diego wohne ich Downtown; um zum Strand zu kommen muss ich so eine halbe Stunde Bus fahren. Leider war es bis jetzt noch nicht so warm, sogar sehr kalt für dieses Klima. Aber es gibt hier viel zu entdecken: es hat einen schönen Park in der Nähe, den Balboa-Park und den berühmten Zoo. Sea-World hatte ich letzten Samstag auf dem Programm.
Um noch ein paar wärmere Tage zu haben, werde ich nach Abschluss der Zeit in San Diego noch für eine Woche einen Abstecher nach Hawaii machen. Nun denn… Aloha! (5.2.07)

Januar 2007
Der erste Teil meiner Amerika Reise ist vorbei. Bis jetzt war es eine sehr interessante Zeit und ich habe unglaublich viel erlebt. Von Wüste bis zu Schneefall, von Luxus-Villen bis zu nicht sehr anschaulichen Vororten, von Grossstädten bis zu meilenweiter Fahrt ohne eine Siedlung. Ich fasse es mal chronologisch zusammen.
In San Francisco hatten wir schon einmal einen super Start. Diese Stadt hat mir am besten gefallen, sie ist Grossstadt und trotzdem überschaubar. Die Nationalparks überboten sich danach einer nach dem anderen. Im Yosemite sieht's ziemlich ähnlich aus wie bei uns. Die Wasserfälle und die riesigen Felswände imponierten aber gewaltig. Die Wüsten-Landschaften des Death-Valleys waren für mich etwas ganz neues. Danach folgte das glitzernde Las Vegas, wo wir ins neue Jahr rutschten. Diese Stadt muss man erlebt haben... Weiter folgten die Felswände des Zion-Nationalpark. Die bizarren Strukturen beim Sonnenaufgang im Bryce-Canyon haben mir am besten gefallen. Dieser Tag wurde durch einen wunderbaren Sonnenuntergang beim Lake Powell komplettiert. Anschliessend brachten uns die Schluchten des Grand Canyon zum Staunen. Wegen Nebel und Schneefall liessen wir das Monument Valley aus. Ansonsten hatten wir aber immer sensationelles Wetter. Wir entschlossen uns auch noch Phoenix in unser Programm aufzunehmen, und nach einer Nacht in Palm Springs tauchten wir in das riesige Los Angeles ein. Die Fahrt entlang der Küste auf dem Highway Nr. 1 bildete einen super Abschluss.
Meinem Knie geht es soweit tip top - auch wenn das Training nicht gerade erste Priorität hatte. In San Diego werde ich das natürlich ändern. (16.1.07)

Dezember 2006
So kurz vor Weihnachten wird es doch wieder mal Zeit, dass ich etwas von mir hören lasse. Mein Gesundheitszustand kann mit dem Ausdruck 'so weit so gut' ziemlich genau beschrieben werden. Mein Knie schmerzt praktisch nie und ist auch nicht stark geschwollen. Die Ärzte und der Physio sind zufrieden mit dem Heilungsverlauf, der jetzt allmählich in ein Aufbautraining übergeht, damit mein linker Oberschenkel wieder an Masse und Kraft gewinnt. Dazu braucht es ein gutes Körpergefühl, um zu spüren wie hoch die Belastung sein darf und was zuviel ist. Dazu arbeite ich auch viel im koordinativen Bereich. Neben diesem Aufbautraining für das linke kann ich mein rechtes Bein sowie Rumpf und Oberkörper natürlich voll trainieren und auf dem Hometrainer habe ich auch schon ein paar Kilometer abgespult.
Manchmal werde ich gefragt ob mir nicht langweilig wird. Dazu kann ich nur antworten: 'Überhaupt nicht'. Neben dem erwähnten Training investiere ich nun mehr Zeit als sonst um diese Jahreszeit in mein Wirtschafts-Studium. Und zwischendurch verfolge ich die Skirennen im TV. Die vielen verschiedenen Sieger aus unterschiedlichen Nationen machen das Ganze natürlich interessant.
Ende Dezember verreise ich ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Zuerst steht ein 14-tägiger Mietwagen-Trip mit Markus und Thomas durch die Städte und Nationalparks des Südwesten auf dem Programm und anschliessend besuche während vier Wochen eine Sprachschule in San Diego, werde dort mein Training weiterführen und hoffentlich mein Englisch ein bisschen verbessern.
Somit bleibt mir nur noch euch allen frohe Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr zu wünschen. Bis bald. (21.12.06)

Oktober 2006
Am 12.10.06 wurde ich im Salem-Spital in Bern von Dr. Hans Ulrich Stäubli operiert. Die OP ist gut verlaufen und es geht mir ganz gut. Nach einer Woche Spitalaufenthalt bin ich nun wieder zu Hause. In der nächsten Zeit stehen Reha-Training und Physiotherapie auf dem Programm. (20.10.06)

Letzten Samstag bin ich im Abfahrtstraining auf dem Zermatter Gletscher gestürzt. In einer ersten Diagnose im Spital Visp hat man eine Überdehnung des Aussenbandes festgestellt. Einen MRI-Untersuchung drei Tage später förderte aber das wahre Ausmass der Verletzung zu Tage: isolierter Riss des vorderen Kreuzbandes im linken Knie. Das bedeutet ca. sechs Monate kein Skisport und damit ist für mich die Saison zu Ende, bevor sie richtig losgegangen ist. Ich werde in den nächsten zwei bis drei Wochen in Bern operiert.
Dieses Semester werde ich im Studium vorwärts machen und auch sonst habe ich ein paar Ideen im Kopf diese unfreiwillige Pause möglichst sinnvoll zu nutzen. Somit verschiebe ich meinen Angriff auf den Weltcup um eine Saison... (8.10.06)

 

Berichte / Newsletter

Zwischenbilanz, Februar 2006

Saisonstart, November 2005

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Oktober 2004